Freimaurerei ist ein Lebens- und Freundschaftsbund

Die Mitgliedschaft ist als lebenslanger Bund ausgelegt: aus ehedem Fremden sollen Brüder und später Freunde werden. Da muss der Bewerber zur Loge passen und umgekehrt. Der Weg Mitglied zu werden ist langwierig, mitunter beschwerlich.

Mit Ihrer Anfrage starten Sie einen arbeitsintensiven Prozess in den Logen. Bitte seien Sie sich dessen bewusst und achten Sie darauf, dass Ihre Angaben ausführlich und wahrheitsgemäß sind. Nichts können Freimaurer weniger leiden als Unaufrichtigkeit.

Über Ihre Beweggründe sollten Sie gründlich nachdenken. Freimaurer werden bedeutet Arbeit an sich selbst und der Gesellschaft im Rahmen des Möglichen zu dienen. Fangen Sie schon bei der Anfrage damit an.

Wer ist für die Freimaurerei geeignet ?
Wer sollte diesen Weg nicht anstreben ?

Den »Alten Pflichten« von 1723 zufolge kann jeder „freie Mann von gutem Ruf“ sich einer Loge anschließen. Die Bedeutung hat sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verändert. Heute versteht man darunter einen Mann mit einem ordentlichen Ruf, der willens und in der Lage ist, seine Entscheidungen frei zu treffen und sein Leben selbst zu bestimmen.

Welches Mindestalter ?

Wir freuen uns sehr über den deutlichen Zuspruch von jungen Männern. Das Mindestalter für die Kontaktaufnahme liegt bei 18 Jahren, das Aufnahmealter – nicht zuletzt aus Gründen der wirtschaftlichen Unabhängigkeit – in aller Regel deutlich höher. Die Logen handhaben dies sehr unterschiedlich, fragen Sie einfach nach. Entscheidend sind die charakterliche Eignung, menschliche Offenheit und ein Minimum an geistiger Reife.
Ausgeschlossen aus unserer, der klassischen und historisch begründeten männerbündischen Freimaurerei, sind Frauen. Interessierten Damen ist der Weg in die Freimaurerei jedoch nicht verwehrt. Bei Bedarf wenden Sie sich bitte unmittelbar an die Frauen-Großloge von Deutschland.

Sonstige Voraussetzungen ?

Entgegen anderslautender Meinungen muss man weder Akademiker noch wohlhabend sein: menschliche Werte sind weit wichtiger. Die Logen suchen allerdings vorrangig nach Männern, die selbstbestimmt ihr Leben meistern und in stabilen Verhältnissen leben. Das bedeutet eben auch, dass man neben dem Lebensunterhalt die Verpflichtungen in der Loge, d.h. Jahresbeitrag und gelegentliche Ausgaben im Rahmen der gemeinsamen Aktivitäten tragen können muss.
Wer hofft, über die Bruderschaft finanzielle, menschliche, gesellschaftliche, berufliche oder andere Probleme lösen zu können, ist in der Freimaurerei falsch; ebenso derjenige, der sich über die Freimaurerei berufliche oder gesellschaftliche Vorteile erhofft.

Logen sind weder Selbsthilfegruppen noch Karriereschmieden.

Angelehnt an einen uralten Satz will die Freimaurerei „gute Männer besser machen“.

 


Anmerkung:

1) Alte_Pflichten (Freimaurerei)

Quelle: Großloge AFuAM | adaptiert für AQUARIUS 10.8.2015 (hspo)